UFO-Nachrichten

<img src="nonflash.gif" width=130 height=25 border=0>


Wigo - Die Liebe stirbt zuletzt!
von Marleen van Barneveld

(zurück Folge 1) * * (zurück Folge 2) * * (zurück Folge 3)
(zurück Folge 4) * * (zurück Folge 5) * * (zurück Folge 6)
(zurück Folge 7) * * (zurück Folge 8) * *  Folge 9
* * Folge 10

 

Mit der Ankunft in einer scheinbar menschenleeren Stadt beginnt für Wigo und Luna wohl das merkwürdigste Abenteuer. Fast zu spät bemerken sie, daß eine Rückkehr sich sehr schwierig gestalten wird..

 

In einer fremden Stadt

Wigo hörte als erster das metallische Klicken. Es kam von irgendwo her. Er hob seine Hand hoch zur Kuppel und diese öffnete sich. Er stieg aus und schaute sich um: "Wau", sagte er staunend, "welch eine schöne Stadt!"

Die anderen waren auch ausgestiegen und bewunderten die Umgebung. Als letzter stieg Rosa aus der Kuppel. Er blickte zum Himmel empor und sagte: "Las Vegas!"

"Las Vegas, Professor?", wiederholte Krister. "Was soll das heißen?", rätselte er irritiert.

Der Professor gab ihm keine Antwort und ging still weiter. Krister war stehen geblieben und schaute nachdenklich zum Himmel empor. Dann ging er schnell weiter und holte die anderen ein und rief Rosa zu: "Warum gerade Las Vegas, Professor?"

"Warst du nie in Las Vegas, Krister?"

"Nein, Professor", rief dieser aus.

"Das ist aber schade, Krister. Denn sonst wüstest du wovon ich spreche." Er blieb stehen und rief dem Professor hinterher: "Warum dieses Rätselraten, Professor?"

Luna war an Kristers Seite getreten und sagte lächelnd: "Krister, der Professor meint, daß ihm diese Stadt hier an das Pseudo-Venedig in Las Vegas erinnert."

"Ach so", erwiderte er und lächelte sie dabei zärtlich an. Dann drehte er sich zu ihr um und sagte: "Endlich sind wir wieder mal allein, Luna." Er legte seine beiden Hände um ihre Taille und zog sie an sich. "Unter anderen Umständen würde ich dich jetzt küssen, Luna. Weißt du eigentlich, daß ich mich schwer in dich verliebt habe?"

Sie lächelte zurück und sagte, indem sie sich sanft aus seiner Umklammerung befreite: "Aber Krister, du verwechselst Liebe mit Schwärmerei."

"Nein, nein, bestimmt nicht Luna. Meinst du nicht, daß ich schon alt genug geworden bin um entscheiden zu können, ob ich dich liebe oder nur für dich schwärme? Meinst du nicht, ob ich das unterscheiden könnte?", wiederholte er nochmals seinen letzten Satz und streichelte ihr zärtlich über die Wange. "Oder ist es Wigo, der dein Herz schon erobert hat?"

Sie schwieg und er fragte zweifelnd: "Es ist also Wigo?"

"Ja und nein. Es ist nicht so einfach zu erklären, Krister, es hat alles einen tieferen Sinn. komm’, laß uns gehen. Schau, die anderen haben sich schon so weit von uns entfernt", sagte sie schnell und wollte ihn mit ihrer Hand mit sich ziehen. Doch er hielt sie fest und antwortete etwas trotzig: "Bitte Luna, so begreife doch, daß ich es jetzt wissen muß!"

"Krister, sei doch vernünftig und mach’ mir jetzt keine Szene."

Er ließ ihre Hand los und blieb einfach stehen während sie weiter ging. Dann drehte sie sich zu ihm um und verharrte in ihrem Schritt und ging wieder zu ihm zurück.

"Johann Wolfgang von Goethe widmete ein Gedicht der Charlotte von Stein", begann sie zu sprechen und griff zu seinen Händen, die sie zärtlich in den ihren hielt. Dann sprach sie weiter:

"Sag’ was will das Schicksal uns bereiten?
Sag’ wie band es uns so rein genau?
Ach, du warst in abgelebten Zeiten,
Meine Schwester oder meine Frau.

Kanntest jeden Zug in meinem Wesen.
Spähtest, wie die reinste Nerve klingt,
konntest mich mit einem Blicke lesen.
Den so schwer ein sterblich Aug’ durch dringt.

Und von allem dem schwebt ein Erinnern,
nur noch um das ungewisse Herz,
fühlt die alte Wahrheit ewig gleich im Innern.

Und der neue Zustand wird ihm Schmerz."

Ganz langsam löste Krister sich aus Luna’s Händen und strich ihr sanft über das Haar als er ihr antwortete:

"Waren unsere Wesen schon verflochten?
War es darum, das die Herzen pochten?
Waren wir im Strahl’ erloschener Sonnen,
in den Tagen lang verrauschter Wonnen,
schon in eins verronnen?"

Noch immer schaute er sie sanft an und blickte ihr mit inniger Liebe in die Augen, als er weiter sprach: "Ja, wir waren’s. Innig mir verbunden warst du in Äonen, die verschwunden."

Und er führte bei diesen Worten ihre Hand an seine Lippen und küsste sie innig, und er sprach leise weiter und schaute ihr dabei tief in die Augen: "Meine Muse sah es auf der trüben Tafel der Vergangenheit geschrieben: Eins mit deinem Leben."

Krister schaute ihr immer noch in die Augen und schwieg dabei. Dann lösten sich zwei Tränen aus Lunas Augen und rollten ihr die Wangen hinunter. Ein verhaltenes Räuspern ließ Krister seinen Kopf nach rechts wenden.

"Entschuldige Krister, daß ich störe, aber wir müssen zusammen bleiben", sagte der Professor und drehte sich um und ging langsam davon.

Krister hatte sich wieder Luna zugewandt und flüsterte: "Kleine Prinzessin, im hohen Norden wartet ein Prinz auf dich, der dich heimführen will. Du brauchst ihn nur zu rufen und er wird da sein."

Er nahm sein Taschentuch und wischte ihr die Tränen fort. Dann lächelte er Luna an, nahm ihre Hand und zog sie mit sich fort.

 

 

Fürst Arras von Eridanus

"Sagt mal", fragte der Professor die anderen, "habt ihr schon mal eine so menschenleere Stadt gesehen?"

"Du vergißt", erwiderte ihm Wigo, "daß es schon dunkel hier draußen ist. Da sitzen die bestimmt alle am Tisch und essen oder sehen fern."

Kaum hatte er den Satz ausgesprochen, hörten sie Sirenen heulen. Aus allen Hauseingängen strömten plötzlich Menschen heraus und versammelten sich auf dem Marktplatz.

"Ich denke mal, wir schließen uns ihnen an", meinte der Professor, "dann werden wir am schnellsten gewahr, wo wir uns hier eigentlich befinden."

Und so tauchten sie in der Menschenmasse unter.

"Seht mal, dahinten blinkt ein Stern auf und ab."

"Das sind bestimmt Positionslichter von einem Linienflugzeug", erklärte Wigo.

"Ja, glaube ich auch", erwiderte Luna. "Da hinten ist nochmals eines."

"Hier scheint ein ganzes Nest zu sein", kicherte der Professor.

"Und was meint ihr, was das da ist?", rief Wigo aus, und zeigte mit seinem Finger nach links.

Luna und Rosa schauten wie gebannt dorthin, wo Wigo hinzeigte. Ein Licht, das immer größer wurde, kam auf sie zu.

"Das ist bestimmt ein Helikopter mit Suchscheinwerfer", sagte der Professor. "Na so was, jetzt haben sie das Licht ausgeknipst. Wo der wohl abgeblieben ist?"

Dann hörten sie ein sirrendes Geräusch über sich. Sie hoben ihren Kopf wie auf Kommando hoch und goldenes Licht strahlte über ihre Gesichter. Sie lächelten dem Licht entgegen und schon wurden sie emporgehoben.

"Einfacher geht’s nun wirklich nicht mehr", wunderte sich der Professor.

"Also, dann setzen wir uns einfach mal hin."

Als jeder auf seinen Platz saß umhüllte eine hellgrüne Lichtsäule sie und eine Frauenstimme sagte leise: "Willkommen an Bord unseres Raumgleiters, Fürst Arras!"

Der Professor schaute von einem zum anderen und fragte: "Fürst Arras? Wer sollte das von uns sein?"

Krister und Luna zuckten mit ihren Schultern und schüttelten ihre Köpfe. "Ich weiß es auch nicht", fügte Luna verlegen an.

"Was ist denn mit Wigo? Der schläft ja?", sagte der Professor zu Luna und im selben Moment nahm er seine Hand und stupste Wigo an.

Langsam hob Wigo seinen Kopf und schaute zu Rosa.

"Mein Gott, was ist mit deinen Augen passiert Wigo?", rief der Professor entsetzt aus.

"Was ist denn mit Wigos Augen", fragte Luna und beugte sich neugierig zu ihm hin. Sie starrte ihn nur an und sagte kein Wort.

"Der Nordpol! Seht mal", rief Krister aus, "das ist der Nordpol da unten."

Krister und Luna schauten beide durch die Raumwand und sahen, wie die Scheibe durch die Eisdecke fegte, geradeso als würde man flache Steine über das Wasser werfen.

 

 

Schatten der Unterwelt

Luna, Krister und der Professor saßen in einen großen Raum und schauten in eine wunderschöne Parkanlage.

"Ich hoffe doch nicht, daß die, die da draußen jetzt rumlaufen, uns sehen können?"

"Nun, das denke ich nicht, Rosa", sagte Luna lächelnd.

Plötzlich stand eine junge hübsche schwarzhaarige Frau im Raum.

"Huch", stieß der Professor erschrocken aus, "wo kommt diese Dame denn so plötzlich her, Luna?"

Sie kam auf die drei zu und zeigte ihnen einen kleinen durchsichtigen Kasten. "Legen Sie ihren rechten Zeigefinger auf die Glasplatte."

Luna tat so, wie ihr gesagt wurde und Rosa und Krister taten dasselbe nach ihr.

"Wenn Sie dann ihren Finger auf rote Lichtpunkte innerhalb unserer Station legen, dann werden sie schon sehen, welche Räume sie betreten dürfen und welche nicht", erklärte sie und ging an die gegenüberliegende Wand, legte ihren Finger auf einen roten Knopf und sogleich gingen an den Wänden Bildschirme auf.

"Gnädigste", begann der Professor ein Gespräch mit der hübschen Schwarzhaarigen, "ich vermisse unseren Freund Wigo. Erweisen Sie uns doch bitte die Ehre und erzählen Sie uns, wo er sich derzeit aufhält?"

Bei diesen Worten strahlte er sie mit dem schönsten Lächeln an.

Sie erwiderte lediglich sein Lächeln, machte auf dem Absatz kehrt und verschwand durch die Wand.

"Sehr gesprächig ist die Dame nun gerade nicht", sagte der Professor zu Luna. Sie nahm ihn beim Arm und meinte: "Wir werden es bestimmt noch erfahren, also sehen wir uns doch die Stadt und ihre Leute an.

Vereinzelt sah man Frauen, Männer und Kinder, die emsig in Hochhäuser mit spitzen Dächern gingen und andere die herauskamen.

"Irgendwie sieht das hier alles unwirklich aus", meinte Rosa nachdenklich. "Alles ist irgendwie so stocksteif, nicht wirklich!"

Dann hörten sie wieder den heulenden Sirenenton und auf der einen Bildwand erläuterte jemand, daß es nun Zeit wäre, in den Regenbogensaal zu kommen.

"Am besten ist", sagte Rosa, "wir gehen einfach nach draußen und schließen uns den Leuten an."

"Das wir durch die Wand gehen können, das finde ich äußerst praktisch", sagte er und dann gingen sie schon mit der Menge mit.

Kleine Schwebebahnen kamen heran und diese wurden von Reisenden besetzt und so ging es weiter wie am laufenden Band, bis jeder weggefahren war.

Gehalten wurde an einem breiten goldenen Tor. Die Menschen strömten hindurch und es gab keine Drängeleien.

Sie betraten eine sehr große Halle. Die Decke der Halle sah wie eine Kuppel aus und war ganz golden. Rundum den Wänden waren Skulpturen von Drachenköpfen. Aus ihren Rachen flossen unentwegt rote Lichtstrahlen. Der Fußboden hatte das Muster eines Hufeisens und die Öffnung war nach unten gerichtet. Auf der Rundung des Hufeisens lag ein Regenbogen.

Einige Männer und Frauen kamen herein und setzten sich auf den Regenbogen nieder, andere blieben hinter den sitzenden Männern und Frauen stehen.

"Ich sehe die häßlichen Grauen", flüsterte der Professor Luna ins Ohr. "Und die Riesen sind auch mit von der Party. Oh Gott, was ist das? Luna, kann ich meinen Augen trauen?"

Der Professor nahm seine Hände und legte sein Gesicht hinein. Langsam zog er seine Hände übers Gesicht bis seine Augen wieder frei waren. Neben sich hörte er Luna sagen: "Es ist keine Fata Morgana, Rosa. Du siehst tatsächlich Wigo!"

"Oh, oh, oh", stotterte der Professor leise.

Und wieder heulte die Sirene durchdringend und ihr Ton schwoll auf und ab. Ein junger Mann mit blonden wehenden Haaren und einer schwarzen Halskette, an der ein weißer Totenkopf baumelte, trat hervor und stellte sich in die untere Öffnung. Auf seinem Kopf trug er eine hochgestellte Kappe, aus der Lichtblitze kamen. In seiner rechten Hand hielt er einen langen goldenen Stab auf deren Ende ein Drache saß. Sein Mantel war tiefrot und schwarze Herzen waren auf ihm abgebildet.

So trat er vor die Männer und Frauen, die auf dem Regenbogen saßen. Er sprach mit lauter Stimme in die Menge hinein:

"Einer unserer Fürsten ist aus dem oberen Reich Erde zu uns zurückgekehrt. Lange haben wir auf diesen Moment warten müssen." Dann drehte er sich um und verbeugte sich tief zu dem mittleren Mann, der auf dem Bogen saß, und sagte:

"Fürst Arras, Sohn und Herrscher über Eridanus. Meine Augen sehen Fremde. Sind es Gäste, die nur eine Weile bleiben um uns zu erfreuen oder sind es Freunde, die bleiben werden?"

Der Angesprochene erhob sich und sagte: "Orgis, weiser Mann meines Volkes. Die, die deine Augen sehen, sind aus freier Entscheidung hier und am Ende von 3 Zisternen werden sie sich entschieden haben, ob sie in ihre Welt zurückkehren wollen oder als Freunde bleiben. Bis dahin werden sie mit kleinen Einschränkungen sich hier unten frei bewegen dürfen."

Orgis indes drehte sich zur Menge um und wies mit seinem Stab auf Luna, Krister und Rosa: "Ihr Fremden, erhebt euch von euren Sitzen!"

Luna, Krister und der Professor erhoben sich.

Die Sirene erschallte wieder und brachte nur ein Signalton hervor. Die Menge erhob sich und ging nach draußen.

 

 

"Ach, was seit ihr doch kleingeistig..."

Orgis rief Luna, Krister und Rosa zu sich und er dirigierte sie mit seinem Stock in die Mitte neben sich. Dann erhoben sich die Männer und Frauen auf dem Regenbogen und die dahinterstehenden ebenso und gingen geschlossen aus der Halle. Nur Fürst Arras blieb zurück erhob sich und sagte:

"Wo wir uns hier befinden ist weder Atlantis noch eine technische Unterwasserstadt. Wir befinden uns einfach unter dem Eis in einem Raumschiff, das gleichzeitig auch ein Labor ist.

Wir sind keine dem Untergang geweihte Spezies, wie man von uns so gern erzählt, sondern wir sind Engel der Finsternis, ja wir gehören zum Fürsten der Unterwelt, zu Luzifer. Und ich kann mit Stolz sagen, daß wir die besten Strategen sind, Menschen so zu beeinflussen, daß sie genau das denken, was wir ihnen inspirieren, damit sie danach handeln.

Wir beherrschen jeden Zweig eures Kapitals auf Erden. Im besonderer Weise die Pharmaindustrie. Sie ist unsere stärkste Waffe um euch Menschen so funktionieren zu lassen, damit ihr ’einsatzfähig’ bleibt.

Heute im Zeitalter der Technik haben wir uns die Spielleidenschaft der Menschen zu Nutzen gemacht. Wir bringen ihnen veranschaulichte Filme und dirigieren sie auf den rechten Weg uns so zu begreifen, wie wir es wollen.

Das Geheimnisvolle zu ergründen ist eure liebste Beschäftigung. Wir sind so dann und wann nicht abgeneigt, uns an euren kindlichen Spieltrieb zu beteiligen und schütten Wasser auf eure Mühlen, die ihr Prophezeiungen nennt.

Große Brände hat es schon auf dieser Erde gegeben. Man erzählte euch, daß ein Bürger aus Versehen ein Campfeuer nicht richtig ausgetreten hatte oder das jemand eine Zigarettenkippe unachtsam wegwarf.

Das alles sind Lügen", grinste er überheblich. "Die Wahrheit ist, daß wir vom All aus mit zwei Laserkanonen euch die Waldbrände als Strafe gesendet haben, weil manche eurer Berichterstatter uns so hinstellen, als wenn wir mit Genehmigung der Regierungen an euch Genmanipulation vornehmen oder klonen oder sonst noch was tun, das in euren Hirnen herumschwirrt, und das nur, weil ihr die Grenzen zwischen Magie und Realität nicht überwindet, um die Wahrheit zu finden!

Es ist einfach lächerlich uns so hinzustellen als würden wir uns x-beliebig in allerlei Insektenformen oder Reptilien verwandeln. Das lebt nur in eurer eigenen Phantasie weil ihr Angst vor dem Unbekannten habt."

"Sehr viele Menschen haben aber Bekanntschaft mit den kleinen Grauen gemacht. Ich selbst habe sie hier vor meinen Augen gesehen. Und sehr viele Menschen auf diesem Planeten sind von ihnen entführt worden. Daran kann man doch nichts beschönigen?! Sie können doch nicht diese Menschen als Fantasten, Scharlatane oder Angeber hinstellen?", erwiderte Luna empört.

"Ich will nicht abstreiten, daß der eine oder andere von uns sich dann und wann mal einen Spaß gemacht hat, sich euch so gezeigt zu haben, wie Sie es hier gerade schildern. Aber der Realität entspricht das keineswegs. Wir verwandeln uns gerne. Wir sind Meister darin. Wir spielen mit den Atomen. Das ist alles", antwortete der Fürst.

"Ja, das haben wir bereits gesehen, Verehrtester. Dann bleibt nur noch die Frage offen, wo der eigentliche Wigo wirklich steckt", sagte der Professor zu dem Fürsten.

"Mh", und er schüttelte seinen Kopf und grinste wissend.

"Ach, was seit ihr doch kleingeistig und meilenweit entfernt um ein bißchen Higth-Tech zu begreifen. Nur weil ihr jetzt den Körper eures Freundes seht, mutmaßt ihr schon wieder falsch. Euer Wigo steckt gerade in der Erholungsphase. Ihr werdet ihn nachher sehen können", grinste er weiter.

"Ach so", sagte Luna, "hier uns gegenüber sitzt nur seine Körperhülle!"

"Sie sagen es. Oh ja, ich kenne Ihre Gedanken. Aber dem ist nicht so", gab er maliziös von sich.

"Wie lange gedenken Sie uns hier festzuhalten", entgegnete sie ihm.

"Das hängt von Ihrer Kooperation mit uns zusammen. Ich unterbreite Ihnen zwei Vorschläge: Entweder Mitarbeit oder..."

Weiter kam er nicht, denn Luna fiel ihm erzürnt ins Wort:

"Mein Lieber, machen Sie sich und uns nichts vor. Sie sind im Begriff ihre Kompetenzen zu überschreiten und was selbst das für Sie bedeuten könnte, wird auch ein Typ wie Sie schon mal festgestellt haben!"

"Sie sind nicht nur hübsch sondern auch klug, aber leider nur einseitig begabt. Wollen Sie es nicht ändern?", erwiderte der Fürst arrogant.

Luna gab darauf keine Antwort.

"Herr Professor Sie schauen recht nachdenklich drein. Lassen Sie mich mal überlegen was Sie gerade bedrückt." Bei diesen Worten starrte er ihn förmlich an wie wenn er seine Gedanken ablesen würde und sprach kurz darauf weiter:

"Aha, das ist es also, was Sie interessiert. Ich kann Ihre Ängste bestätigen, es wird einen 3. Weltkrieg geben!

Auf dem Balkan wird es anfangen. Wir werden dafür sorgen, daß eine prominente Persönlichkeit ermordet wird. Zuvor werden wir euren Haß auf alles das schüren, was Ihr Ideologie nennt. Auch der Religions-Fanatismus wird nicht zu kurz kommen. Er ist ein für uns beliebtes Werkzeug, das in eure Hände gelegt, kleine Freuden in uns entfachen wird, geradeso als wenn ihr euch an simultane Computerspielchen ergötzt", lachte er unverhohlen.

"Unbeschreibliche Kämpfe finden unter den linken und rechten Flügeln der Naturgeister statt, haha, wovon ihr euch überhaupt kein Bild machen könnt. Mit unserer Kraft und Macht werden sie gewaltige Unwetter, Stürme und Hitzewellen auslösen, da wird das Minipaket HAARP ein Zwerg sein.

Wir werden die Völker und Länder inspirieren, zwei große Blöcke zu bilden, ja, ja, das ist für uns nur gut, um sie besser zu kontrollieren. Und mittendrin die arabischen Staaten. Wir werden das Feuer in ihrer Brust zum Aufstand gegen die Westküste schüren, haha! Ich sehe bereits was ihr denkt, doch ist es ganz anders als ihr Unwürdigen meint."

"Selten sind mir Menschen begegnet die soviel Freude am Tod und Elend anderer haben. Weiß Gott Ihr seit des Teufels!", schrie der Professor ihn an.

"Armseliges Etwas!", rief der andere ihm zu. Doch ist es so, daß Menschen, die nicht zu uns gehören, den tieferen Sinn ihres Todes nicht begreifen können und darum überspannt reagieren", antwortete er mit lachender Stimme.

"Wir sind unbezwingbar, unsere Macht ist grenzenlos", triumphierte es förmlich aus ihm heraus!

Er war aufgestanden und hatte seine Arme ausgebreitet zur Decke gestreckt. Um seinen Körper schlängelten sich nun blaue und weiße Lichtblitze. Es sah aus als würde sich ein Gewitter um ihn herum entladen. Dann verebbten diese Lichtfluten langsam und er setzte sich lächelnd auf dem Regenbogen nieder. Dort lehnte er sich zurück und musterte Luna und Rosa recht aufdringlich. Dann erhob er sich und sagte zu Orgis:

"Bereite alles vor, ich habe es mir anders überlegt. Unsere Gäste werden uns noch heute verlassen. Kommen Sie, wir werden jetzt Ihren Freund aufsuchen, Luna. Er wird nicht mehr benötigt, haha, sie können ihn zurück haben!"

 

Fortsetzung folgt ... (Erstaunliche Rückkehr).