UFO-Nachrichten

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Wigo - Die Liebe stirbt zuletzt!
von Marleen van Barneveld

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Nachdem Wigo im Hause von Luna wohnt, erfährt er von ihr Einblicke in die Geheimnisse des Lebens und der Schöpfung, die ihm vorher noch unbekannt waren. Wigo ahnt, daß jeder Mensch das kosmisch-bewußte Lebens- und Gotteswissen erringen sollte, damit sich die Menschheit endlich vom Materialismus lösen kann.


Wigo: "Luna ist ein eigenartiges Wesen!"

Wigo stand am Fenster als er Luna draußen im Garten sah. Eine Welle von Wärme und Stille war in ihm. Hier fühlte er sich wohl. Hier wollte er bleiben.

Er sah, wie sie zu ihm herüberschaute, er hob seine Hand und winkte ihr zu. Sie tat dasselbe und kam auf ihn zu.

Wigo ging ihr entgegen und umarmte sie. Luna ließ es gerne geschehen. "Wie weich sie sich anfühlt und wie gut sie duftet", dachte er. Er strich ihr über das schöne Haar; es glänzt so wie Öl, das man durch eine Flasche sieht, wenn man sie ins Sonnenlicht hält.

"Du bist schon früh auf", sagte er mit einem freundlichen Lächeln. Seine Augen strahlten als sie fragte: "Gut geschlafen, Wigo, und auch was schönes geträumt, mh?"

"Alle Nächte meines Lebens waren nichts im Gegensatz zu dieser einen Nacht." Als er das aussprach, strahlte er übers ganze Gesicht.

Sie lachte laut auf und meinte scherzend mit erhobenen Zeigefinger, den sie hin und her bewegte: "Oh weh, oh weh, ich ahne was. Aber paß' auf, mein Lieber, deine Fantasie spielt dir mitunter einen Streich. Am Ende ist alles ganz anders als du es erlebt hast? Träume sind Schäume, so sagt man doch?"

Bei diesen Worten lachte sie schallend und lief den Gartenweg hinunter. Er lief ihr hinterher und holte sie auf dem Rasen ein. Er griff nach ihrem Kleid, doch sie war gewandt und schnell wie ein Wiesel und entzauberte sich seinem Griff.

Schon hatte er einen neuen Angriff gewagt und erwischte sie noch im letzten Moment an den Bändern ihres Kleides. "Juhu, gefangen!" rief er scherzend und zog sie langsam zu sich heran.

Nun stand sie mit dem Rücken an seiner Brust. Seine Hände lagen auf ihren Schultern. Er drehte sie zu sich um und schaute sie an. "Luna," sagte er. Und noch mal leise flüsternd: "Luna, ich möchte dich küssen!"

Er nahm ihr Gesicht in ihre Hände, öffnete seinen Mund. Dann beugte er sich über sie und gab ihr einen zärtlichen Kuß.

Sie legte ihre Hände um seinen Hals, zog ihn zu sich hinunter und legte ihren Kopf an den seinen, dann sprach sie leise:

"Wigo, es wäre gut für dich wenn ich dir zeige, wie man sich vor negativen Einflüssen schützt. Psychischer Selbstschutz ist lebenswichtig!"

Nach einem kurzen Moment meinte Wigo dazu: "Ja, das glaube ich auch, Luna. Dann laß uns doch gleich beginnen."

Dabei ließ er sie los und setzte sich ins Gras. Sie aber reichte ihm ihre Hand und schlug vor: "Komm Wigo, wir gehen ins Haus."

Er nahm ihre Hand und tat so, als wolle er sich an ihr hochziehen, doch er zog so an ihrer Hand, das sie unweigerlich auf ihn gefallen wäre, wenn sie nicht mit einem gewaltigen Satz über ihn gesprungen wäre.

"Haha", lachte sie aus vollem Halse. Und noch mal: "haha", dann drehte sie sich um und lief ins Haus.

Er lag mit dem Bauch auf dem Rasen und pflückte ein paar kleine Gänseblümchen und drehte sie zwischen den Fingern. Dabei dachte er: "Sie ist schon ein eigenartiges Wesen. Jedenfalls nicht die Art Wesen, die ich bisher kennen lernte."

Versonnen drehte er sich auf den Rücken und schaute in den blauen Himmel und im Gedanken dachte er plötzlich: "Luna, ich komme ja schon!"

Schnell stand er auf um ins Haus zu gehen. Sie hatte den Tisch gedeckt und saß da und lächelte ihn an. Mit einer einladenden Geste forderte sie ihn auf Platz zu nehmen.

 

Eine starke Aura und ein seelischer Schutz ist notwendig

Sie hatten gegessen und saßen dann draußen. Unvermittelt sagte Wigo zu ihr: "Ich habe mal gehört, daß die Bibel ein magisches Buch ist."

"Gewissermaßen schon", antwortete sie. "Möchtest du denn über Magie etwas wissen?" Dabei blickte Luna ihn skeptisch an.

Und dann meinte sie überraschend: "Aber natürlich gerne, wenn ich mir dein Gesicht so anschaue, ach herrje, das spricht ja Bände!"

"An meinem Gesicht siehst du das?" Er mimte den Erschrockenen und dabei grinste er ein bißchen.

"Wirklich ganz im Ernst! Irgendwas sagt mir in meinem Innern, daß du der Schlüssel bist zu meinem 'Tresor'."

"Ja sage mal, du Schmeichler", und dazu lachte sie, "bist du dir eigentlich ganz bewußt was du da willst?"

"Wirst du mir alles beibringen können, Luna?"

Sie schwieg eine Weile und schaute ihn an.

"Luna, bitte sag doch etwas!"

"Geduld ist die Schwester der Liebe!", brach sie das Schweigen und schmunzelte.

"Ich will es mal so sagen: Ein spiritueller Weg braucht viel Zeit, sehr viel Geduld und noch mehr Übung. Ich werde dir alles erzählen was ich weiß. Aber deinen spirituellen Weg wirst du selber gehen.

Wichtig ist, bevor wir uns überhaupt einmal auf andere Frequenzen einschalten: der seelische Schutz. Eine starke Abwehr von Angriffen ganz anderer Art vor jeder magischen Handlung ist eine starke Aura.

Dazu stellst du dir einmal vor, du liegst in einem hellblauen Ballon, in den goldene Strahlen eindringen. Wenn du dir das vorstellen kannst, dann ist es ganz wichtig, daß du jetzt Gott bittest, er möchte dich und deine geistigen Helfer vor negativen Einflüssen schützen. Gott um diese Gunst zu bitten ist äußerst wichtig. Ich kann wohl behaupten, daß die meisten Medien das nicht tun und gerade darum werden sie eine leichte Beute für schlechte Beeinflussung von Seiten der negativen Geistwesen. Denn von sich aus zu glauben, nur das Gute zu denken und zu wollen, reicht nicht aus. Wir brauchen göttlichen Schutz um so mehr, wenn wir uns auf dünnem Eis bewegen.

Eine andere Vorstellung wäre eine goldene Schutzwand, die du um dich herum gebaut hast. Vielleicht bekommst du selber auch mal andere Ideen. Aber das ist noch nicht genug. Jetzt muß auch gleichermaßen die Gedankenkonzentration und die Willenskraft eintreten.

Ganz anderer Art sind unerwünschte Einflüsse durch Streit oder Katastrophenberichte, die uns hinterher noch lange beschäftigen und die an uns kleben wie Honig und die wir einfach nicht mehr loswerden können, weil sie uns emotional zu stark in Anspruch nehmen. Dann ist es besser, wenn man sofort im Gedanken Liebe, Wärme und Harmonie schickt.

Wenn es sich hier um eine Person handelt, kannst du dir vorstellen, daß du dieser ein hübsches Geschenk überreichst, sie nett anlächelst, gute Worte sagst, es gibt noch vieles in diese Richtung.

Es gibt auch Telefonstreß. Eine leichte Übung wäre, mit gekreuzten Beinen dazusitzen und die freie Hand auf die andere Hand zu legen, die den Telefonhörer hält. So behältst du eine geschlossene Aura.

Du mußt einfach an dir arbeiten, um soviel wie nur möglich selbstlos zu werden. Selbst deine Gedanken müssen immer mehr und mehr frei werden vom Egoismus. Ein guter Gedanke erzeugt fortwährend neue gute Gedanken und die treiben uns endlich zu einer guten Tat an.

Der Lohn dafür ist reine Befriedigung und ein wahres Glücksempfinden. Gedanken sind zukünftige Taten, das mußt du dir immer vor Augen halten!

Böse Gedanken kann jeder aus seinem Denken löschen. Das machst du am besten so: Wenn sich ein böser Gedanke einschleichen will, dann antwortest du mit einem guten Gedanken. Oder du denkst einfach an eine andere Sache. Vielleicht stellst du dir vor, am Strand zu liegen und einen schönen Sonnenaufgang zu sehen?"

 

Die rätselhafte Prophezeiung

Nach dem Mittagessen saßen sie wieder auf der Terrasse und Luna sagte: "Die einfachste Art um herauszufinden, was denkt oder was weiß mein Geist, ist das Pendeln."

Sie holte ein Kristallpendel aus ihrer Tasche und erklärte: "Strecke mal deine Hand zu mir aus -, mit der Handfläche nach oben. So, jetzt halte ich das Pendel über deine Hand und du denkst an ein klares 'JA'."

Das Pendel drehte einen Kreis nach rechts. "Siehst du", sagte sie, "das ist jetzt dein JA".

"Jetzt machen wir es gleich noch einmal und du denkst nun an ein 'NEIN'."

"Sieh her," meinte sie, "so sieht das 'NEIN' bei dir aus."

"Und nun kannst du dem Pendel hier ein paar Fragen in Gedanken stellen und dann wirst du gleich die Antwort sehen."

Sie machte mehrmals dieses Experiment mit ihm und Luna fragte anschließend, ob das Pendel die Wahrheit gesagt habe, denn es sei ja immer so, daß man erst nach jenen Dingen frage, die man selber auch wisse, um so eine Kontrolle zu haben.

"Ja, es war alles richtig! Aber ich würde gerne mal wissen, wie so ein Pendel funktioniert, Luna."

"Dein Geist sendet an das Nervensystem elektrische Signale und Impulse aus, die das Pendel in Bewegung setzt. Wenn du besser mit dem Pendel umzugehen weißt, wirst du nur noch in Bildern denken und schon sagt dir das Pendel die Antwort. Im geistigen Bereich braucht man keine Worte," erklärte sie.

"Es ist wie mit dem Kartenlegen", formulierte sie weiter. "Alle Leute, die keine Ahnung vom Übersinnlichen haben, meinen, daß Wahrheiten in den Karten abzulesen sind. In Wirklichkeit hat die Legerin nur einen guten Draht zu 'kleinen Geistern' aus dem Jenseits. Meist sind es Verstorbene, die etwas zu erzählen haben, aber das ist ein anderes Thema", sagte sie trocken.

"Aber solche Leute, von denen du sprichst, Luna, haben schon oft die Wahrheit erzählt."

"Ja sicher, das bestreite ich auch gar nicht. Aber wenn jemand belehrt werden möchte, so wie Jesus Christus es tat, das können diese Geister nicht. Und das ist nur natürlich. Denn das was ein Mensch hier auf Erden getan oder gedacht hat, das nimmt er nach seinem irdischen Ableben ins Jenseits mit. Ist vielleicht nicht richtig gesagt, denn seine Gedanken sind ja schon in der Akasha-Chronik aufgezeichnet, eben in jenem 'Buch des Lebens', worüber die Bibel schreibt.

Die meisten Menschen denken, sie haben plötzlich selbst eine umwerfende Idee oder eine Erfindung gemacht, aber die haben sie in Wirklichkeit aus dem Jenseits inspiriert bekommen. Dann nämlich, wenn sie so recht 'in Gedanken versunken' vor sich hinschauen, sind sie besonders empfänglich für außerirdische Signale", führte sie weiter aus.

"Und noch etwas ganz Wichtiges, Wigo: Alles, was du den Tag über tun willst, bitte GOTT dafür vorher um Schutz, und bedanke dich auch immer wieder für diesen Schutz. Du brauchst keine großartigen Gebete zu formulieren, ein kurzer Gedanke nach 'Oben' tut es auch."

"Mich würde interessieren, ob man die Zukunft vorhersagen kann?", fragte er mehr zu sich selbst als zu ihr.

"Grundsätzlich ist es so! Schon sehr viele Menschen haben Vorraussagen gemacht, du wirst es auch können. Probiere es doch mal", antwortete sie geheimnisvoll.

"Jetzt machst du dich aber über mich lustig, Luna!", meinte er etwas abwesend zu ihr.

"Aber ganz und gar nicht, Wigo. Meistens hat man Anfängerglück. Probiere es doch einfach mal." Sie stand auf und ging mit ihrem Korb in den Garten um Bohnen zu pflücken. Sie summte ein Lied vor sich hin und dachte an Wigo.

Ein stiller Beobachter hätte jetzt sehen können, daß Luna mit sich selber sprach, aber so war es ganz und gar nicht. Sie sah ihre geistigen Freunde mit denen sie ein Zwiegespräch hielt. Und es mußte ein schönes Gespräch sein, denn ab und zu drehte sie sich im Kreise und lachte und klatschte in die Hände und sie hielt sie hoch erhoben über ihrem Kopf und tänzelte ein paar Schritte vor und zurück und dann wieder im Kreis, dabei sah es so aus als wenn sie mit einem Unsichtbaren tanze. Sie war so ausgelassen und fröhlich, daß jeder das Gefühl bekam, hier findet etwas Besonderes statt.

Dann kam sie mit ihrem vollen Korb zurück und setzte sich wieder zu ihm. "Nun", fragte sie lächelnd, "kannst du mir schon eine Prophezeiung machen?"

"Du glaubst es kaum, Luna. Aber ich bin zufällig auf eine tolle Idee gestoßen. Siehst du das Glas hier?"

"Ja, was ist damit?", fragte sie interessiert.

"Ja weißt du, mir gingen die Fragen auch aus und wie ich hier so unschlüssig am Tisch sitze, da schlug das Pendel hier an dieses Glas zweimal an und noch einmal, dann drei und dann acht mal hintereinander. Erst konnte ich nichts damit anfangen, doch dann holte ich Bleistift und Papier und schrieb die Zahlen auf. Und wie ich so darüber nachdenke, kommt mir die Idee, vielleicht sind es Buchstaben? Und tatsächlich, 2, 1, 3, 8 heißt 'Bach'!"

"Und da dachtest du gleich an Johann Sebastian Bach's Air, stimmt's Wigo? Ich werde sie gleich mal auflegen." Und schon war sie im Zimmer und legte die CD auf. Dann kam sie zur Terrasse zurück.

Bedächtig lauschten sie der Klaviermusik zu und jeder hing seinen Gedanken nach, bis die letzten Klänge davon geschwebt waren.

"Die Musik lädt zum Träumen ein", murmelte er leise. "Aber weißt du Luna, meine Geschichte ist noch nicht zu Ende!"

"Na das hoffe ich doch, Wigo?!

"Erzähl weiter, das ist ja richtig spannend", erwiderte sie ihm ganz freudig.

"Ja, stell dir vor Luna, das Pendel schlug wieder im Takt und ich schrieb alle Schläge auf. Hier...", sagte er und holte dabei einen Zettel aus seiner Tasche, "...ich lese es mal vor:

'Er nicht kommt vorsichtig mit gehen'.

Was sagst du dazu?" fragte er sie ganz aufgeregt.

"Was mag das nur bedeuten?"

"Was denkst du denn?", fragte sie ihn.

"Ja, es könnte doch sein, daß uns jemand besuchen kommt und daß derjenige aufpassen muß beim Gehen."

"Mh!", mehr sagte sie nicht und dachte nach.

"Oder so vielleicht: Wer nicht vorsichtig geht, kommt nicht mit."

"Und was würde das für einen Sinn ergeben, Wigo?"

"Ja, manchmal erkennt man zuerst den Sinn nicht, und später..."

"Später bringt das aber gar nichts, Wigo. Wenn das hier eine Botschaft sein soll, dann müssen wir sie jetzt enträtseln."

"Stimmt Luna. Laß mich noch mal überlegen. Jetzt hab' ich's:

Er kommt! Vorsichtig! Nicht mitgehen!"

"Das ist dann aber eine Warnung!" rief sie entsetzt. "Ich brauch' dir wohl nicht zu sagen, Wigo, daß du mit Fremden nicht mitgehen darfst!"

"Meinst du, daß es so ernst ist, Luna?"

"Ja natürlich, dein Geist warnt dich! Er hat ganz andere Möglichkeiten als wir, alles das zu durchdenken, wozu wir nicht fähig sind. Aber wenn du jedes Mal, bevor du jemanden begegnest, eine goldene Wand um dich herum aufbaust und gleichzeitig die betreffende Person in Gedanken mit Licht überflutest, kann dir nichts geschehen!" sprach sie in ruhigem Ton zu ihm.

"Schau mal, die ersten Vögel kommen schon zurück. Ich werde mal gleich frisches Wasser hinstellen und ein paar Leckerbissen dazu. Dann schneide ich noch ein paar Rosen ab. Willst du mitkommen, Wigo?"

"Nein Luna , geh' du nur alleine. Ich bleib hier und mach' die Bohnen sauber."

"Ja, das ist eine gute Idee, dann bis nachher", erwiderte sie freundlich lächelnd und lief den Gartenweg hinunter.

Sie ging gleich ins Vogelhaus und brachte frisches Wasser und legte ein paar Leckerbissen für die große Schar bereit. Am liebsten mochten sie Mangos. Dann kamen sie gleich alle angeflogen. Manche setzten sich auf ihre Schultern und schnatterten, sie hatten ihr ja soviel zu erzählen!

Sie saß eine zeitlang im Rosengärtchen und ließ sich noch von den letzten Sonnenstrahlen bescheinen. "So ein schöner blauer Himmel", dachte sie und schaute verträumt nach oben. "In der Nacht werden die Sterne wieder da sein."

Als Luna zurück kam, war Wigo nicht mehr da. Sie ging sogleich in die Küche und bereitete das Abendessen vor. Als sie alles fertig hatte, stellte sie die Schalen auf den Tisch. Dann ging sie zu Wigos Tür und klopfte leise an. Nichts rührte sich. Sie klopfte etwas stärker und wieder hörte sie keine Antwort. Unschlüssig stand sie an der Tür und überlegte, ob sie einfach eintreten sollte.

"Nein", dachte sie, "er wird schon einen Grund haben, daß er nichts sagt!" Mit diesem Gedanken ging sie ins Eßzimmer. Sie legte zwei Gedecke auf, zündete die Kerzen an und fing an zu essen.

 

Eine sehr verhängnisvolle Begegnung

Luna saß über den Tisch gebeugt und studierte zwei beinah identische Fotografien. Das eine Foto zeigte 'Area 51' in den USA, eine Satellitenaufnahme; das andere ein Gebiet mit Linien, das in Nasca/Südamerika liegt.

Beim Vergleich der beiden Fotografien konnte sie genau erkennen, daß die Nasca-Fotografie dieselben Linien aufweisen wie die von Areal 51. Ohne Zweifel konnte man sehen, daß die Nascalinien, die aus der Inkazeit herrührten, Startbahnen waren. "Das ist ja sehr interessant", überlegte sie tief in Gedanken versunken.

Plötzlich hörte sie ein leichtes knistern an der Tür. Sie horchte auf. Wigo stand an der Terrassentür und trat ein. Sie drehte sich nach ihm um und schaute ihn erwartungsvoll an. Er ließ sich auf den Sessel fallen und erzählte:

"Luna, ich versteh die Welt nicht mehr. Ich weiß nicht, was fremde Leute so interessantes an mir finden, daß sie mich sogar entführen! Es ist besser, du läßt mich nie mehr aus deinen Augen!"

"Aber konntest du denn nicht das anwenden, zumindest ein wenig, was ich dir über psychischen Selbstschutz erzählte?"

"Nein, Luna das ging nicht. Ich wurde einfach überrumpelt. Ich wurde betrogen. Es ist entsetzlich! Ich wage gar nicht daran zu denken, daß mir so was noch einmal passieren könnte. Vielleicht sollte ich ein Kreuz tragen."

"Ich glaube nicht, daß das viel Zweck hat. Natürlich gibt es noch andere Möglichkeiten. Doch nun erzähle erst einmal, was dir passiert ist", sagte sie mitfühlend.

Dann berichtete er:

"Als du in den Garten gegangen bist, Luna, machte ich mich über die Bohnen her. Allerlei Gedanken gingen mir so durch den Kopf bis ich plötzlich ein Rascheln in der Hecke hörte. Es hörte einfach nicht auf und so dachte ich, ein Vogel hätte sich wohl in den Zweigen verheddert. Ich ging also zur Hecke und horchte, woher das Rascheln kam, aber da hörte ich plötzlich nichts mehr. Ich ging also zurück auf die Terrasse und sah, daß am Tisch ein Pastor saß. Ich ging freudig auf ihn zu, setzte mich, streckte ihm meine Hand entgegen und sagte: "Guten Tag Herr Pastor!"

"Moment mal", sagte Luna, "hier auf unserer Terrasse saß ein Pastor? Wo kommt der her?", fragte sie ihn verwundert.

"Wie bitte?", fragte er sie irritiert, "du weißt nichts von einem Pastor?"

Nachdenklich schaute er sie an. "Ach, erzähl doch einfach weiter, Wigo."

"Ja, dieser Pastor sagte zu mir, meine Mutter würde ihn schicken, mit ihrem Handy. Wir haben ja kein Telefon", meinte er beinahe entschuldigend zu ihr.

"Ja, das stimmt schon, Wigo. Aber unten um die Ecke neben der Bushaltestelle gibt es eine Telefonzelle und einen Briefkasten", unterbrach sie ihn.

"Ja?", und war erstaunt. "Das wußte ich gar nicht!"

"Das ist ja auch nicht so wichtig, schließlich haben wir es bislang auch nicht nötig gehabt zu telefonieren. Aber erzähl doch weiter, Wigo."

"Ja und dann griff er in seine Tasche, tat erschrocken und sagte zu mir, daß er jetzt doch ganz vergessen habe, das Handy einzustecken, aber wir könnten ja auch zusammen zum Auto gehen.

Ich habe ihm dann gesagt, daß ich dir mal eben Bescheid geben würde, daß Besuch da ist. Da meinte er, das mache er schon, ich solle gleich zum Auto gehen. Das tat ich dann auch. Drei Autotüren standen offen. Vorn im Auto saß ein Mann mit ausdruckslosen Gesichtszügen und schwarz gekleidet.

Ich setzte mich also hinten rein. Und kaum war ich drin, fuhr das Auto mit Vollgas ab, so daß ich gerade in den Sitz gepreßt wurde. Ehrlich Luna, mir wurde ganz unbehaglich... und wie der eine mich so eigenartig musterte und dann diese Augen. Mir wurde plötzlich übel, mein Mund wurde trocken und dann fing mein Herz urplötzlich auch noch zu rasen an. Gerade in dem Augenblick dachte ich: 'Oh mein Gott, hilf mir, hilf mir bitte!' Und weißt du was dann passierte, Luna?"

"Nein, was denn, Wigo?", fragte Luna ganz gespannt.

"Ich stand plötzlich genau auf dem Platz, auf dem wir uns das erste Mal gesehen hatten!", rief er aus.

"Das ist ja alles unglaublich! Die werden wiederkommen, Wigo!"

"Wieso?" fragte er erstaunt. "Wieso sollten die wieder kommen, ich verstehe nicht. Kennst du die, Luna?"

"Diese Leute sind allgemein als 'Männer in Schwarz' bekannt", erwiderte sie nüchtern. "Es sind sogar schon zwei Filme über sie gedreht worden. Aber die Art, wie sie dort vorgestellt werden, hat nicht das Geringste mit den echten Männern in Schwarz zu tun. Wir sollten uns allerdings nicht zu lange mit ihnen beschäftigen, denn sie leben ausschließlich von negativen Gedankenfrequenzen."

"Wie kann jemand von Gedankenfrequenzen leben?"

"Alles ist im fließen. Wenn du einmal sehen könntest, wie sich energetische Wellen um einen Sendemast herumschlingen, dann würdest du sehen, daß alles in Bewegung ist. Gäbe es keine Wellen, auf die wir unsere Stimme legen könnten, würde uns niemand hören. Über Gedankenwellen müssen wir uns mal eingehend unterhalten, am besten gleich morgen.

Außerdem tauchen die Männer in Schwarz immer dann bei jenen Menschen auf, wenn diese ein ganz spezielles UFO gesehen haben. Manche Ufologen nehmen an, daß diese bestimmten Raumschiffe aus unterirdischen Raumbasen aufsteigen.

In manchen Büchern, die sich mit diesem Thema befassen, kann man sogar lesen, daß die Männer in Schwarz unter der ganzen Erde leben und große Städte in mehreren Stockwerken aufgebaut haben, in einem Tunnelsystem, das unter den Ozeanen hindurchgeht!

Das ist natürlich Unsinn. Sicherlich hat die Erde unterirdische Höhlen, Gänge und Grotten, die sich wie Meridiane durch die Erde ziehen, so wie wir unsere Adern und Venen haben, aber wohnen und das schon über Jahrmillionen, nein, das ist nicht wahr.

Auf manchen Kontinenten haben Menschen künstliche Stockwerke in die Erde hineingebaut um sie für ihre Zwecke zu benutzen, das ist allerdings richtig", ergänzte sie ziemlich nachdenklich.

"Woher weißt du nur soviel, Luna?"

"Ich beschäftige mich schon sehr lange mit diesen Dingen, praktisch von Kindheit an. Und dann gibt es da noch Professor Rosebär. Ihn habe ich mal auf einem Kongreß kennen gelernt, auf dem es über Ägypten ging."

"Warst du schon mal in Ägypten, Luna?"

"Nein, ich noch nicht, und du?" - "Ich auch noch nicht", sagte er träumerisch vor sich hin.

"Es ist schon spät geworden, wollen wir nicht unser Gespräch morgen weiterführen, Wigo?"

"Ja, laß' uns das tun, Luna. Gute Nacht, mein Liebes und schlafe gut!"

Er beugte sich zu ihr hinunter und gab ihr einen zärtlichen Kuß.

 

Fortsetzung Wigo 4. Teil (Der seltsame UFO-Traum / Professor Gustav Rosebär und sein brillantes Wissen.)