UFO-Nachrichten

<img src="nonflash.gif" width=130 height=25 border=0>


Wigo - Die Liebe stirbt zuletzt!
von Marleen van Barneveld

(zurück Folge 1) * * (zurück Folge 2) * * (zurück Folge 3)
(zurück Folge 4) *
* (zurück Folge 5) * * (zurück Folge 6)
(zurück Folge 7) * * (zurück Folge 8) * * (zurück Folge 9)

(zurück Folge 10)
* *  (zurück Folge 11) * * (zurück Folge 12)
(zurück Folge 13)
* * (zurück Folge 14) * * (zurück Folge 15)
(zurück Folge 16) * * (zurück Folge 17) * * (zurück Folge 18)
(zurück Folge 19)
* * (zurück Folge 20) * * (zurück Folge 21) * * (zurück Folge 22)
(zurück Folge 23) * * (zurück Folge 24) * * 
(zurück Folge 25) * * (zurück Folge 26)
(zurück Folge 27) * * (zurück Folge 28) * *Folge 29

 

Unsere Freunde fanden im Untersberg ein „Tor”, das sie in eine „andere Welt” katapultierte. Hier redete ein alter Mann aus einem Hologramm zu ihnen, der Professor Rosebär an Moses erinnerte. Doch das Wundersame war damit noch nicht zu Ende: An der gegenüberliegenden Wand bildete sich danach ein weißer Punkt. Das pulsierende Licht an der Wand wurde größer und größer...

Ein weiterer Zugang öffnet sich

In ihm erschien der weise alte Mann aus dem Säulenhologramm und streckte ihnen die Hände entgegen. Lissa lief mit ausgebreiteten Armen auf ihn zu. Plötzlich verschwand das Hologramm so schnell wie es sich aufgebaut hatte. Lissa lies verstört ihre Arme sinken und blieb wie angewurzelt stehen.

Da öffneten sich ringsum die Wände und verschoben sich ineinander und lösten sich vor ihren Augen in ein Nichts auf! Über ihnen spannte sich kein Himmel, sondern eine Kuppel. Sie war halbtransparent und gewährte einen trüben Blick auf die angrenzenden Blumenfelder, dem See und dem weiter unten liegenden Wald, der lang gestreckt in einer Bodensenke lag. Am fernen Horizont konnte man die dünne Säule eines Turmes sehen. Die Luft roch frisch, beinahe wie auf der Erde. In diesem Moment sehnte sich Professor Rosa nach der Sonne. Aber eine Sonne gab es hier nicht, nur dieses Licht, das überall strahlte und man nicht wusste woher es kam, denn man sah keine Quelle, die es aussandte.

Rosa atmete ein paar Mal tief durch und sog die frische Luft in seine Lungen. Der Boden vor ihnen war mit einer Art Moos bewachsen. Ihre Blicke schweiften umher. „Ist dies nun das Paradies von dem wir schon immer gehört und gelesen haben?”, fragte Rosa verblüfft in die Stille hinein.

Keiner war bis jetzt einen Schritt weiter gegangen. Aber ihre Augen schweiften durch die herrliche Landschaft. Dort unten lag eine Stadt. Eine Fahne hing aus einem Fenster, das konnte man von hier aus deutlich erkennen. Und Geschäfte gab es dort unten auch.

Dann hörten sie das Geräusch zu ihrer linken, das sie aufschrecken ließ. Rosa hob seine Taschenlampe hoch, sprungbereit sie als Waffe zu benutzen. Bis zum Äußersten gespannt lauschten sie, woher das Geräusch kam. Dann raschelte es unheimlich, danach schoss ein Riesentier aus dem Gebüsch heraus, das Ähnlichkeit hatte mit einem Elch. Das Tier schien zahm zu sein. Und als es die Ankömmlinge einen Augenblick gemustert hatte, ging es langsam weiter, ohne sich noch einmal umzudrehen.

”Cha”, ächzte Rosa durch die Kehle. „Tier, hast du mich erschreckt. Und meine Taschenlampe brennt auch noch.”

 

In der unbekannten Stadt

Rosa grinste erleichtert auf und ging ein paar Schritte vorwärts. Auch die kleine Gruppe ging weiter und kam schließlich an den Stadtrand. Der erste Mensch dieser Stadt kam ihnen entgegen. Die Gruppe blieb stehen.

Luna, die hinter Wigo und neben Andrea stand, musterte ganz ungeniert den Mann, der vor ihnen stand. Er war schlank und hochgewachsen und trug so etwas Ähnliches wie ein Poncho. Vorn war der Mantel offen und oben am Hals hatte er nur einen Knopf, der den Mantel geschlossen hielt. Ungewöhnlich an diesem Mantel waren die vielen Glitzersteine. Sie funkelten in verschiedenen Farben. Irgendeine Lichtquelle musste ihn anstrahlen um dieses Phänomen erscheinen zu lassen. Aufmerksam schaute Luna sich um und konnte nichts Außergewöhnliches erkennen, das die Steine derart erstrahlen ließ.

Sein Gesicht war von zarter Schönheit und er lächelte als er näher zu ihnen heran kam.

”Nos ta bin die ariba?”

Abwartend blieb er stehen, und sprach lächelnd weiter: ”Wie kon nos nota kontesta?”

Er runzelte seine Stirn und ging dabei einige Schritte rückwärts. Jetzt wurde es brenzlig. Wenn niemand ihm antworten würde, dann...

Blitzschnell überlegte Luna. Seine Worte klangen in etwa ähnlich wie Spanisch. Die spanische Sprache beherrschte sie noch etwas. Sie räusperte sich also und wollte eben einige Worte sagen, da trat Cisko schon aus der Gruppe heraus und sagte:

”Warda. Hiba nos...”

Weiter kam Cisko nicht, denn der junge Mann kam wieder auf die Gruppe zu und sagte:

”Nos nota verwacht bichta. Sie mie ta kere ta kin bo snam ta.”

Er strahlte sie an und machte eine einladende Verbeugung vor ihnen. Dann drehte er sich um und ging ihnen voran. Ab und zu drehte er sich um, zu sehen, ob sie ihm folgten.

Einige Menschen, die auf der Strasse gingen, kümmerten sich nur wenig um die fremden Ankömmlinge. Wahrscheinlich war das ihre Höflichkeit, Fremde nicht zu mustern als kämen sie aus einem Zoo, wie es mitunter auf der Welt dort oben geschieht, dachte Luna.

Der schlanke Mensch vor ihnen blieb an einem Torbogen stehen. Er drehte sich zu den anderen um und machte eine einladende Geste, bitte einzutreten.

Cisko ging zuerst durch das Tor, dann folgten die anderen in angemessener Weise. Sie kamen in einen wunderschönen Garten und mitten darin stand ein Mensch, der ganz in weiß gekleidet war.

Cisko ging mit offenen Armen auf ihn zu und sagte: „Mie ta kere ku nos no ta binni overwacht?”

Der Mensch in den weißen Kleidern breitete ebenso seine Arme aus und ging Cisko entgegen: ”Nein, ganz und gar nicht unwillkommen, lieber Freund!”

Seine Augen strahlten pure Liebe aus. Er umarmte Cisko und küsste ihn auf beide Wangen und dann auf dem Mund. Zu den anderen sagte er mit derselben Herzlichkeit wie bei der Begrüßung: ”Bitte kommt! Tretet alle ein in mein Haus. Bitte!”

Er blieb abwartend drei Schritte vor der Tür stehen und ließ die anderen eintreten, danach ging auch er ins Haus.

Vor ihnen lag eine große Halle. Die Schlichtheit des Raumes war bestechend schön. Im Kamin brannte ein Licht, das Wärme abgab ohne sich zu bewegen, wie man es vom Feuer sonst üblicherweise kennt. Im Halbkreis saßen schon mehrere Personen, die anscheinend auf die Neuankömmlinge warteten. An einer Wand hing eine Karte der Äquatorregion.

 

Die Stochastik – zufallsabhängige Ereignisse

Nach einer kurzen Vorstellung sämtlicher Personen nahmen auch die Gäste ihre Sessel ein. Ein etwas älterer Herr beugte sich zu Rosa herüber und fragte ihn, was er von der Wahrscheinlichkeits-Mathematik halten würde. Gerade hätten sie sich über dieses Thema unterhalten und würden nun gerne auch mal wieder die Meinung eines irdischen Menschen dazu hören.

Rosa, sichtlich angetan, gleich der erste in der neuen Runde zu sein, der sich äußern durfte, und das auch noch zu so einem sehr interessanten Thema, lächelte seinen Nebenmann dankbar an und sagte: „Verehrtester, die Stochastik ist mir das liebste. Sie besteht aus zahlreichen Denkexperimenten und das gefällt mir immer. Wenn ich mal diesen großen Raum als Experiment nehmen darf und natürlich mit ihrer Erlaubnis meinen Denkprozess imaginär ausbreiten dürfte?”

Abwartend schaute der Professor in die Runde.

”Bitte sehr, Herr Professor. Nur zu! Lassen sie ihren Gedanken freien Lauf.”

”Also, angenommen in dieser Halle gäbe es viele Türen, die jedoch verschlossen sind und von unserer Seite aus nicht zu öffnen wären. Des Weiteren steht in diesem Raum eine große tiefe Schale, und vor dem Kamin liegen blaue und rote Kugeln.

Gegen Abend nun, bevor wir ins Bett gehen, legen wir alle Kugeln in die große tiefe Schale. Am anderen Morgen schauen wir in diese Schale und da liegen alle roten Kugeln wie sortiert obenauf.

Jetzt werden wir misstrauisch. Sollte sich jemand von draußen hereingeschlichen haben und alle roten Kugeln obenauf gelegt haben? Oder steckt tatsächlich eine eigenständige Intelligenz in den Kugeln, dass sie sich selber so angeordnet haben wie ich sie vorgefunden habe?

Sehen Sie, meine Herren, ich glaube dass diese Möglichkeit nicht besteht, sondern dass eine unsichtbare Intelligenz die roten Kugeln auf die blauen gelegt hat. In diesem Falle möchte ich behaupten, dass die Wahrscheinlichkeits-Mathematik auf die Zukunftsvoraussage nicht anwendbar ist.

Leider ist es wie mit der Lotterie. Auch dort gibt es Millionen verschiene Möglichkeiten um zu einem 6-er zu kommen. Ich nehme an, dass sie darauf hinaus wollten mit ihrer Frage.”

”Ja, schon. Aber es war keine Prüfung im Sinne ihres Intelligenznachweises für uns.”

”Oh, nein. So habe ich es auch nicht aufgefasst”, erwiderte Rosa, und griff zur Limonade, die ihm ein junger Mann auf einem Tablett reichte. Als jeder sein Glas in der Hand hatte, setzte sich auch der junge Mann in seinen Sessel gegenüber von Andrea. Er trug ein safranfarbenes Gewand. Er war nicht viel größer als ein etwa 14jähriges, schlankes Mädchen aus der irdischen Welt. Er hatte ein dunkles, schmales und kleines Gesicht mit großen hellblauen Augen, die in dem kleinen Gesicht noch größer wirkten. Sein Haar war fast so hell wie das Licht das aus dem Kamin strahlte.

Er hob sein Glas und prostete ihr zu. Um seine Lippen spielte ein schönes Lächeln und seine Augen versanken in ihre. Ein plötzliches Verlangen durchströmte sie, ließ sie fast ohnmächtig werden. Verwirrt fuhr sich Andrea mit der Hand über die Stirn als wollte sie diesen Gedanken schnell weg wischen.

Sie dachte, sie hätte dieses Gefühl längst vergessen, dass dieses Feuer der Liebe in ihr im Laufe der letzten Jahre erloschen war. Und doch erweckten seine sanften Augen und das Strahlen in ihnen eine heftige Leidenschaft in ihr hervor. „Er will mich”, dachte sie.

In kleinen Schlückchen trank sie von ihrer Limonade und schaute unablässig zu ihm hinüber. Und auch er blickte sie weiterhin tiefgründig an. Dann stand er auf, verbeugte sich leicht vor ihr und sagte: ”Wollen Sie mich in den Hof meines Bruders begleiten, Andrea?”

Sie nickte ihm unmerklich zu. Er reichte ihr seine Hand. Sie stand auf und legte ihre Hand auf seine. Dann führte er sie galant hinaus.

Fortsetzung zu Folge 30