|

Es
gibt eine Beobachtungskategorie des UFO-Phänomens, die in
der üblichen Betrachtung des Phänomens eigentlich immer
etwas zu kurz kommt. Ich spreche hier von festen bis lichtartigen
Erscheinungen, die aufgrund ihrer Größe - bis hinunter
zu einem Durchmesser von wenigen Zentimetern - offenbar so etwas
wie ferngelenkte Sonden darzustellen scheinen. Sollte es
sich nicht um "natürliche" Stimuli handeln, muß
man hier der Vollständigkeit halber dazusetzen. Wie etwa
Kugelblitze, obwohl diese noch alles andere als adäquat erforscht
sind, und deren Verhalten oftmals einen quasi-intelligenten Eindruck
vermittelt. Die Grenzen sind hier offenbar fließend.
Beobachtungen solcher Mini-Objekte kennt man
seit langen Zeiten. So bemerkten etwa am 22. Januar 1919 mehrere
Personen in einem Garten im englischen Städtchen Shuttleworth
gegen 23:10 Uhr eine nur tennisballgroße Lichtkugel, die
bewegungslos ca. 1,50 Meter über dem Boden hing. Von ihr
ging eine Helligkeit aus, die einer hell brennenden Laterne entsprach.
Als einer der Zeugen einen Stock ergriff, um das Objekt zu berühren,
schoß dieses sofort nach oben, als hätte es die Absicht
des Anwesenden erraten.
Während der folgenden halben Stunde brillierte
die Lichtkugel mit zahlreichen, offensichtlich intelligent gelenkten
Manövern, wobei sich ihre Lichtstärke auf jene einer
heutigen Halogenlampe steigerte. Auffällig bei dieser Beobachtung
war auch, daß Gegenstände hinter der Kugel nicht mehr
zu erkennen waren.
Der Zweite Weltkrieg konfrontierte die Beteiligten
dann mit einer weiteren Spielart des Phänomens. Die Besatzungen
von Flugzeugen wurden nicht selten von mysteriösen Feuerbällen
verfolgt, die unter dem Namen "Foo Fighters" bekannt wurden.
Diese schossen unvermittelt aus dem Schutz der Nacht - wurden
jedoch auch am Tage beobachtet -, hängten sich wie Kletten
an die dahinfliegenden Kampfflugzeuge und überraschten deren
Besatzungen mit schier unglaublichen Flugmanövern.
Die beiden US-Air-Force-Piloten McFall und
Baker berichteten im Dezember 1944 über diese offenbar intelligent
gelenkten Kugeln: "Am 22. Dezember,
gegen 6:00 Uhr morgens, näherten sich uns in einer Flughöhe
von etwa 3000 Metern über Haguenau (Elsaß) zwei hell
leuchtende Objekte. Sie schwenkten auf unseren Kurs ein, und hängten
sich sofort an unser Heck. Die grell-orangefarbig leuchtenden
Dinger verharrten etwa zwei Minuten lang in dieser Position. Sie
standen unter perfekter Kontrolle. Plötzlich ließen
beide Objekte von uns ab. Es war, als habe sie jemand einfach
'ausgepustet’".
Bezeichnend an dem Phänomen dieser "Foo
Fighters" war, daß alle damit Konfrontierten jeweils
die gegnerische Seite im Verdacht hatten: so glaubten die Alliierten
fest daran, es mit einer deutschen "Geheimwaffe" zu
tun zu haben, während deutsche Piloten an eine Waffe ihrer
Kriegsgegner glaubten. Ebenso verhielt es sich bei den Japanern,
denn auf dem Kriegsschauplatz im Pazifik lief es genauso.
Auch in unseren Tagen hat das Phänomen
sich nicht aus unserer Realität verabschiedet. Zuweilen taucht
es im Umkreis des nicht minder mysteriösen Kornkreisrätsels
auf. So berichtete der britische Naturwissenschaftler George Wingfield
über die Sichtung derartiger Objekte in unmittelbarer Nähe
englischer Kornkreisformationen. So konnten Augenzeugen, die sich
im August 1991 in der sogenannten "Ameisenformation" bei
Manton aufhielten, ein kleines diskusförmiges, leuchtendes
Objekt mit einem Durchmesser von nur 15 Zentimetern filmen, als
dieses sich langsam über einen der Kornkreise hinwegbewegte.
Das aus 150 bis 200 Meter Entfernung gefilmte Mini-UFO verschwand
mehrfach im Getreide, um gleich darauf wieder aufzutauchen. Wingfield
findet für den offenbar "intelligent gesteuerten und
zielgerichteten Flug" des Mini-Objekts keine konventionelle Erklärung.
So gibt uns auch diese weitere Facette des
UFO-Phänomens, das in seiner Bizarrheit so vielfältig
ist wie kaum ein anderes Rätsel unserer Welt, wohl noch für
lange Zeit Anlaß zum Rätselraten und Grund zu einer
profunden Forschung. Was es braucht, wäre
eine breite Aufgeschlossenheit von Seiten der offiziellen
Vertreter unserer Wissenschaften!
Aus UFO-Nachrichten, Nr. 361, Sept./Okt.
2002
|