Tierseelen?
Die Tiere und der Sinn des Lebens
Von
Marcus Siegfried Stuhlenmiller
Überleben
wir Menschen den physischen Tod? Gibt es überhaupt ein Leben nach
dem Tode? Wo und wie lebt es sich dort? Wer überlebt den Tod?
Nur wir Menschen? Oder auch die Tiere, gar auch Pflanzen?
Diese und
ähnliche Fragen treten in unser Bewusstsein, wenn wir beginnen,
uns selbst nach dem Sinn des Lebens zu fragen. Die Suche nach
einem tieferen Sinn, dessen was wir erlebten und erleben ist so
alt wie die Menschheit selbst. Dabei können wir beide Sichtweisen
auf das Leben einnehmen, zum einen die, dass alles einen tieferen
Sinn hat, zum anderen die entgegengesetzte Sicht und Glaubenshaltung,
dass alles keinen tieferen Sinn beinhaltet.
Sind wir wirklich
nur allein durch Zeugung, empfangen und ausgetragen worden? Leben
wir dieses eine Leben wirklich nur, bis der Tod es eben auslöscht?
Gibt es tatsächlich kein Vorher und kein Nachher? Dass wir
mit Hilfe unseres Willens sehr wohl Einfluss nehmen können auf
das was wir erleben, anerkennen wir schon, aber trotzdem erscheint
uns dieser Einfluss nur begrenzt möglich.
Um auf diese
Behauptungen und ähnliche Fragen die richtigen Antworten zu finden,
sagen manche Menschen: „Das ist eine Einstellungssache die nur
durch den Glauben beantwortet werden kann.“
Was
glauben und glaubten die Menschen zu allen Zeiten in allen Völkern
der Erde über den Sinn des Lebens?
Um dies herauszufinden
begann ich sehr früh in meinem Leben mich mit den Religionen vieler
Völker, aber auch mit ihren noch älteren Überlieferungen, ihren
Sagen, Mythen, Legenden, Fabeln und ihren Märchen zu beschäftigen.
Nicht nur von den Menschen und Gott, Gottheiten und Göttinnen
handelten die Überlieferungen aus alter Zeit. Auch von den Tieren,
ihren Kräften und Fähigkeiten wurde und wird in diesen Schriften
berichtet.
Die Tiere treten in
zahlreichen Sagen und Mythen als treue Begleiter der Helden und
Gegner, der „guten und der bösen“ Menschen, Götter u. a. auf.
Die Tiere sind in diesen Mythen oft Wesen, die mit übernatürlichen
Kräften ausgestattet sind.
Ja, die Helden und
Menschen dieser Überlieferungen machten und machen sich häufig
die Kräfte der Tiere zu eigen. Um zum Beispiel so stark wie Bär,
flink wie ein Gepaart, und klug wie ein Fuchs zu werden in vielen
dieser Geschichten und Legenden, verwandeln sich die Menschen
in Tiergestalten um ihre Feinde auszuspionieren, zu erschrecken
oder zu besiegen. Des Weiteren begegnet einem auch die Überlieferung
in ein Tier verwandelt zu werden als Fluch. Gar nicht so selten
können in den Fabeln und Sagen die Tiere mit den Helden sprechen.
Sie, die Tiere, warnen
in den Fabeln sehr oft vor Gefahren und zeigen den Menschen neue
Wege ihre Fertigkeiten und Fähigkeiten zu erweitern und zu gebrauchen.
Neben auch heute noch lebenden Tierarten berichten die Mythen
oft von längst ausgestorbenen Arten wie auch von Fabel- und Mischwesen.
Mischwesen, halb Mensch halb Tier, wie z. B. der Minotaurus. Selbstverständlich
bevölkern in diesen Sagen auch Naturgeister und monströse Geschöpfe
wie Riesen, Drachen und Ungeheuer diese unsere Erde.
Viele dieser
tierischen Kreaturen finden sich in den Sagen verschiedener Volksstämme:
Unabhängig voneinander erzählten sich die Menschen überall auf
der Welt die fast gleichen Mythen. Ist das ein kollektives
unbewusstes notwendiges Archetyp, das die Menschen brauchen?
Wofür
braucht der Mensch Helden und Dämonen, Gott und Götter, Tiermenschen
und Menschentiere? Gibt es einen tieferen Sinn darin? Welcher
tiefere Sinn könnte das sein?
Schon wieder
neue Fragen, die es zu beantworten gilt. Als Antwort auf die vorangegangenen
Fragen nach dem Sinn der Mythen fand ich für mich, dass die meisten
Mythen und Fabeln eine Moral enthalten, die uns Menschen auffordert,
ein „guter, bzw. besserer“ Mensch zu werden, da in den Überlieferungen
gezeigt wird, dass eine jede Handlung mit Konsequenzen verbunden
ist.
Denn selbst
in der heutigen Zeit weiß jeder Mensch, dass alle unsere Entscheidungen
Konsequenzen nach sich ziehen, für die wir selbst die Verantwortung
übernehmen sollten. Diese Verbundenheit von Ursache und Wirkung
wirkt in diesen Schriften auch oft über die irdische Lebenszeit
der Helden hinaus. Das wir aus alten Märchen, Mythen, Sagen, Legenden
und Gleichnissen durchaus etwas lernen können ist auch heute noch
nachvollziehbar, auch wenn wir zu denjenigen gehören sollten,
die an keinen tieferen Sinn des Lebens glauben. Welche Erfahrungen
unserer Vorfahren hat den Tieren in diesen Mythen eine besondere
Stellung zu kommen lassen?
Wie
ist das für die Tiere - glauben sie an etwas - denken auch sie
über das Leben nach? Oder leben sie einfach nur ihr Leben bis
zu ihrem Ende? Sind in ihnen immer noch die Seelen der einstmals
zu unseren Vorfahren sprechenden Tiere verborgen?
Um auch diese
Fragen nur annähernd zu beantworten, möchte ich mich an die Leserinnen
und den Leser unter ihnen wenden, die selbst Haustiere hatten
und haben. Sie werden sich oft genug, genauso wie ich es mit meinen
Haustieren erfahren durfte, sich an Erlebnisse erinnern können,
in denen unsere Haustiere scheinbar unsere Gedanken lesend verhalten
haben.
Wer kennt
sie nicht diese Zufälle, die zum Beispiel auftreten, wenn Sie
verreisen möchten, und Ihr Haustier sich im Schrank oder dem Auto
versteckt, sich auf den Reisekoffer legt, um mitgenommen zu werden.
Ist
es nur ihr Instinkt, geleitet durch ihre feinen Sinne, die sie
selbst bei kleinsten Veränderungen in unsren Körpern und unserem
Denken richtig reagieren lassen? Ist da in ihnen doch ein höheres
Bewusstsein vorhanden?
In den indianischen
Überlieferungen treten die Tierseelen als Lehrer für die Menschen
in Erscheinung. Bei den Ägyptern werden gar Mischwesen, Tiermenschen
als Götter dargestellt und verehrt. Das erinnert mich u. a. auch
an die Höhlenzeichnungen unserer steinzeitlichen Vorfahren.
Schamanen
in Tierfelle gehüllt; ein Geweih auf den Kopf gebunden. Mit
den Tieren zu sprechen war auch als Kind einer meiner Wünsche.
Ich wollte wissen was die Tiere träumen, was sie fühlen, denken,
sehen und erleben. Ob sie in Himmel kommen? Etwas später in meinem
Leben wollte ich wissen, ob auch die Tiere reinkarnieren.
In der Begegnung
mit Hund und Katze meiner Kindheit erlebte ich häufig an ihnen
ein Verhalten das mich denken und fühlen lies, dass sie, die Tiere,
mehr zu wissen und zu verstehen schienen als wir ihnen normalerweise
zugestehen.
Durch meine
hellsichtige Begabung seit frühester Kindheit war mit bewusst,
dass die Tiere neben einem physischen Leib, auch wie wir, feinstoffliche
Körper besitzen. Mit diesen feinstofflichen Körpern streiften
sie (Hund und Katze), wenn sie träumten, in dieser und anderen
nichtalltäglichen Wirklichkeiten herum. Zu der Zeit als meine
tierischen Freunde physisch starben, durfte ich die Erfahrung
machen, dass sie mich noch lange nach ihrem Tode in der Gestalt
ihrer feinstofflichen Leiber besuchten. Wie das auch meine
verstorbenen Verwandten und Freunde taten und noch tun. Einige
Jahre später durch den in meiner Jugendzeit wieder bewusst aufgenommen
Kontakt mit meinen geistigen Führern, verbunden mit meinen ersten
außerkörperlichen Erfahrungen, wurde mir das Überleben des Todes
und die Reinkarnation der Seele zur Gewissheit.
Im Zuge meiner
persönlichen Entwicklung, erweiterte die schamanische Theorie
und Praxis die Tierkommunikation, so dass mein Wunsch der Kindheit
Wirklichkeit wurde. Heute sprechen die Tierseelen bei schamanischen
Reisen in der nichtalltäglichen Realität mit mir.
Seit einigen
Jahren leite ich Klienten, sofern sie das Wünschen und keine bekannten
Kontraindikationen dagegen sprechen an, selbst schamanische Reisen
in die Anderswelt zu unternehmen. In diesen Reisen lernen sie
ihr Krafttier kennen, begegnen ihrem Schutzengel, treffen verstorbene
Ahnen und Freunde, bekommen Botschaften des Mutes, der Liebe,
die meinen Klienten nicht vom Leben fortführt, sondern sie hin
zum alltäglichen Leben führt und ihnen Kraft gibt dieses Leben
zu leben. Unter Umständen darf ich mit meinen Krafttieren, für
Klienten in die Anderswelt zurückgezogene Seelenteile zurückholen.
Die Tiere in dieser und der anderen Wirklichkeit sind keine Götter
und keine übermächtige Wesen der alten Sagen, Mythen, Fabeln,
Legenden und der Überlieferungen unserer Vorfahren.
Sie, die
Seelen der Tiere, wollen dasselbe wie wir: Liebe, Zuwendung und
Anerkennung, solange sie hier auf Erden sind. Sie wollen von
uns und mit uns lernen und wachsen, wie das auch alle anderen
Erscheinungsformen der materiellen Wirklichkeit wollen.
Zu den Seelen
der Tiere und uns Menschen könnte noch vielmehr gesagt und geschrieben
werden. Schließen möchte ich meinen Artikel mit einem kleinen
Auszug aus einer Tierkommunikation für eine Klientin, bei der
neben sehr für das Tier und ihre Besitzerin wichtigen Informationen
auch Fragen zu spirituellen Themen beantwortet wurden, anfügen.
Auszug
aus einer Tierkommunikation 2007
Marcus:
Wohin bist du nach deinem Tode gegangen?
Hektor:
Dorthin, wo hin ich wollte.
Marcus:
Wo ist dieses dorthin?
Hektor:
In dieser und anderen Welten.
Marcus:
Auch auf andere Planeten?
Hektor:
Auch auf andere Planeten wie auch andere Welten.
Marcus:
Welche anderen Welten?
Hektor:
In denen du noch nicht warst.
Marcus:
Begegnen wir Menschen euch nach dem Tode wieder?
Hektor:
Wenn ihr Menschen und wir Tiere das wollen dann schon.
Marcus:
Lebt ihr mehr als ein Leben?
Hektor:
Mindestens zwei Leben, meist mehr.
Marcus:
Inkarniert ihr euch immer in der gleichen Tierart?
Hektor:
Sehr oft in der gleichen Art, aber nicht immer.
Marcus:
Warum seid ihr Hunde lieber mit uns Menschen als mit anderen
Hunden zusammen?
Hektor:
Weil wir euch Menschen das vor Jahrtausenden versprochen haben.
Marcus:
Inkarniert ihr euch auch als Menschen bzw. können wir Menschen
uns als Tiere inkarnieren?
Hektor:
Ganz selten geschieht das - auf beiden Seiten. Von uns Tieren
inkarnieren Wale und Delfine am häufigsten als Menschen. Ihr Menschen
nach meinem Wissen meist nur aus ganz besonderen Gründen aus freiem
Willen.